Bei einem großen Essen entsteht der Großteil der Verschwendung nicht am Herd. Sie entsteht drei Tage vorher im Laden, und danach ist sie schwer zu korrigieren.
Zuerst nachsehen, dann Liste schreiben
Der teuerste Fehler ist, den Festeinkauf auf volle Schränke zu setzen. Gerade zu den Feiertagen kauft man Dinge nach, die längst da sind: Gewürze, Konserven, Alufolie, Mehl.
Zehn Minuten Bestandsprüfung vorher sparen mehr als jede Rabattaktion.
In zwei Einkäufen statt einem
Alles auf einmal zu holen bedeutet, dass die frischen Sachen drei zusätzliche Tage im Kühlschrank verbringen, und zwar genau in den Tagen, in denen der Kühlschrank am vollsten ist.
- Früh: alles Haltbare, Getränke, Tiefkühlware.
- Spät, ein bis zwei Tage vorher: Fisch, Fleisch, Salat, Kräuter, Brot.
Kühlschrankplatz ist die eigentliche Grenze
Die meisten Pläne scheitern nicht an der Menge, sondern am Platz. Vor dem großen Einkauf lohnt es sich, den Kühlschrank leerzukochen, nicht als Sparmaßnahme, sondern weil du den Platz brauchst.
Reste einplanen, bevor es welche gibt
Reste werden gegessen oder vier Tage später weggeworfen, und das entscheidet sich in den ersten zwölf Stunden.
Was hilft: gleich nach dem Essen portionieren, mit Kochdatum versehen und entscheiden, was eingefroren wird statt zu warten, bis die Entscheidung sich selbst trifft. Was am dritten Tag noch im Kühlschrank steht, wird selten noch gegessen.
Warum das überhaupt schwer ist
Ein Fest erzeugt für ein paar Tage einen ungewöhnlich großen Vorrat in einem Haushalt, der nicht dafür ausgelegt ist. Alles, was sonst gerade so funktioniert
- Übersicht, Platz, Gedächtnis, reicht in dieser Woche nicht.
Deshalb hilft eine Liste hier mehr als sonst, und deshalb lohnt es sich, sie vor dem Einkauf zu öffnen und nicht danach.




