Die meisten Vorsätze scheitern, weil sie jeden Tag Energie kosten. Weniger wegwerfen gehört nicht dazu, wenn man es richtig aufsetzt: Der Aufwand fällt einmal an, danach hält sich das System selbst.
Warum Januar der richtige Moment ist
Nicht wegen des Datums, sondern weil die Schränke nach den Feiertagen voller sind als sonst und du ohnehin gerade weißt, was drin ist. Diese Klarheit hält ein paar Tage, und genau die nutzt du.
Der Nachmittag
Zuerst das Trockene. Schrank für Schrank, Barcode scannen, weiter. Kein Sortieren, kein Umräumen, nur erfassen. Ein normaler Vorratsschrank dauert fünf bis zehn Minuten.
Dann der Kühlschrank. Weniger Produkte, aber die Daten zählen mehr. Setz ein Datum auf alles Frische und alles Angebrochene, lass es weg, wo es theoretisch ist.
Zum Schluss das Gefrierfach. Der Ort mit dem größten Effekt, weil dort Sachen jahrelang unbemerkt liegen. Wichtig: das Einfrierdatum notieren, nicht das aufgedruckte.
Zusammen ist das ein Nachmittag, und der Großteil davon ist das Gefrierfach.
Was danach passiert
Ab hier kostet es nichts mehr. Die einzige Gewohnheit, die bleibt, ist beim Wegräumen der Einkäufe zu erfassen, was neu hereinkommt. Das ist ohnehin der Moment, in dem alles genau einmal durch deine Hände geht.
Zwei Dinge fallen dir dann im Februar auf:
- Im Laden hörst du auf, Ersatz für Dinge zu kaufen, die zu Hause stehen.
- Beim Kochen fängst du bei dem an, was zuerst weg muss.
Beides passiert von selbst, sobald die Information da ist. Deshalb überlebt dieser Vorsatz den Februar.




